Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Ortsverband Eschweiler

Wochenendübung Teveren 28.-30.05.2010


Am Wochenende 28.-30.05.2010 führte der THW Ortsverband Eschweiler eine mehrtägige Übungs- und Ausbildungsveranstaltung auf einem ehemaligen Militärgelände in der Teverener Heide durch. Am Freitagnachmittag starteten 

28 Helferinnen und Helfer mit 6 Fahrzeugen und 6 Anhängern Richtung Gangelt.

Nach dem gemeinsamen Abendessen erfolgte zunächst eine allgemeine Einweisung zum Gelände und dem generellen Ablauf des Wochenendes. Die gesamte Übung stand unter der Leitung des Ausbildungsbeauftragten Sascha Froese und des „alten Hasen“ Erwin Emmerich, die die einzelnen Übungsszenarien für alle 3 Tage ausgearbeitet hatten. Da der Übungsteil im erstmalig genutzten Gelände „top geheim“ war, wurden nicht nur die Helfer sondern auch THW Zugführer Gordon Sander und seine neuen Gruppenführer Rene Rüben und Markus Schmidt vor immer neue Schwierigkeiten gestellt.

Gegen 23:00 Uhr wurde das THW Eschweiler erstmalig in den Übungseinsatz gerufen. Übungsleiter Froese teilte dem Zugführer Sander und seinem Zugtruppführer Guido Lennartz die Lage mit und nach kurzer Zeit fuhren die ehrenamtlichen Kräfte in das Gelände. Nach einer heftigen Explosion war es zum Einsturz einer Brücke gekommen. Auf der den Helfern abgewandten Flussseite war noch eine unbekannte Anzahl Personen vermisst und in gesamten Stadtteil war es zum Ausfall der kompletten Beleuchtung gekommen.

Durch die Einsatzkräfte des THW Eschweiler wurde parallel mit dem Aufbau einer ausreichenden Beleuchtung sowie dem Behelfsbrückenbau mittels Einsatzgerüstsystem, kurz EGS, begonnen. Nach dem Erreichen des gegenüberliegenden Ufers konnte dort die Erkundung durchgeführt werden und eine Person verletzt gerettet werden. Mit dem Rückbau der Beleuchtung, insgesamt hatte man 10.000 Watt installiert, endete der erste Teil der Wochenendübung gegen 1:30 Uhr.

Völlig überraschend gönnten die beiden Übungsleiter der Einheit eine ruhige Nacht und es ging nach dem ausgiebigen Frühstück gegen 9:00 Uhr weiter. Als nächste Lage wurde ein Erdbeben angenommen. Der Technische Zug richtete einen Bereitstellungsraum ein und in kurzen Abständen wurde Einsatzstelle auf Einsatzstelle gemeldet.

Neben weiteren Einspielungen, zum Beispiel waren keine Sanitätsfahrzeuge verfügbar und Anhänger fielen mit Defekten aus, mussten nun die einzelnen Aufgaben im weitläufigen Gelände gemäß ihrer Dringlichkeit eingeschätzt und entsprechend abgearbeitet werden.

Neben der Verletztenbergung aus versperrten Gebäuden durch diverse Mauerdurchbrüche und über enge Zugänge stand das Bewegen von schweren Lasten auf dem Programm.

So war als Übungsobjekt ein alter Luftwaffenhubschrauber 40 cm anzuheben. Gegen 13:00 Uhr waren bei herrlichem Sommerwetter auch diese Aufgaben zur Zufriedenheit der Übungsleiter erledigt und man genoss die gute Verpflegung von Köchin Elke Fuhrig und ihrem Team.

Zur Auflockerung des Nachmittags standen nun 2 Stunden Ausbildung auf dem Programm. Theorie und Praxis mit dem Brennschneidgerät vermittelte Zugführer Gordon Sander während Georg Woepke den Umgang mit der Betonkettensäge unterrichtete.



Miit einer rund dreistündigen weiteren Einsatzlage wurde dann der Tag beendet. Nach einem Terroranschlag war ein Verletzter aus einer Höhenlage mittels einer Seilbahn zu bergen.

Für eine weitere Person mussten die Kräfte zunächst Türme aus EGS errichten, diese mittels Leitersteg verbinden und dann von oben zur eingesperrten Personen vordringen.

 

 

Während der Arbeiten kam es zur Einspielung einer weiteren Gefahrenlage. Heftige Rauchschwaden drangen aus einem Gebäude und rasch wurden die Atemschutzgeräteträger des Zuges zusammengerufen und mit der Erkundung des Gebäudes und der Rettung von sich möglicherweise dort befindenden Personen beauftragt.

 

Ab 19:30 Uhr konnte man bei einer Grillwurst  den Tag ausklingen lassen. Am Sonntagmorgen nutzten die Atemschutzgeräteträger des Ortsverbandes nochmals die Nebelmaschine im Brandhaus des Übungsgeländes. Aufräumarbeiten und der Bau einer rund 30 m² großen Arbeitsplattform aus EGS rundeten das Übungsgeschehen ab.

Die Wochenendübung beendete Ortsbeauftragter Arnold Willecke nach dem Mittagessen und dem Verlasten der Fahrzeuge und Gerätschaften in der THW Unterkunft gegen 15:00 Uhr mit einer kurzen Abschlussbesprechung bei der er allen, insbesondere der Küchenmannschaft, für ihren hohen Einsatzwillen und die gezeigten Leistungen dankte.