Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Ortsverband Eschweiler

Dezentrale Wochenendübung des THW Eschweiler 23.-24.07.2011


Die alljährliche Wochenendübung des Technischen Hilfswerkes Eschweiler wurde in diesem Jahre als dezentrale Übungslage angelegt. Für das Wochenende 23. und 24. Juli 2011 hatte der Ausbildungsbeauftragte des

Ortsverbandes, Herr Sascha Froese, gemeinsam mit dem Öffentlichkeitsbeauftragten Erwin Emmerich ein entsprechendes Übungsszenario an 3 Übungs- und Ausbildungsobjekten vorgegeben.

Mit einer allgemeinen Einweisung in die Lage starteten in den frühen Morgenstunden des Samstages insgesamt 28 Helferinnen und Helfer mit 6 Fahrzeugen und 1 Anhänger ins Ungewisse. In diesem Jahr lag der Ausbildungsschwerpunkt nicht wie in den Vorjahren auf der Zugführerebene sondern bei den Gruppenführern Rene Rüben und Markus Schmidt mit ihren Helferinnen und Helfern.

Bevor der „top geheime“ Übungsauftrag erteilt wurde hieß es für Zugführer Gordon Sander sowie seinem Stellvertreter Guido Lennartz zurück in die Mannschaft und Eingliederung als „normaler“ Helfer. Als Lage hatten die Organisatoren ein größeres Erdbeben im rheinischen Braunkohlenrevier angenommen. Dabei wurden nicht nur viele zivile Gebäude beschädigt sondern auch mehrere THW Unterkünfte, so dass dem Ortsverband Eschweiler ein räumlich sehr großes Einsatzgebiet zugewiesen wurde. Dies zog auch eine Aufteilung des Bergungszuges in zwei einzeln operierende Gruppen nach sich. Zusammengebrochene Draht- und Mobilfunknetze erschwerten die Kommunikation zwischen den Teileinheiten und die Gruppenführer waren auf sich alleine gestellt.

Auf dem Wege zum Übungseinsatz waren bereits als erste Aufgaben die Kartenkunde und das Fahren nach Koordinaten zu meistern. In der ersten Übungsphase hatte die 1.Bergungsgruppe das THW-Übungsgelände in Stolberg-Buschmühle zugewiesen bekommen und die 2.Bergungsgruppe verschlug es mit ihrem Gerätekraftwagen nach Pier in das Haus Verken, welches uns freundlicherweise von der RWE Power AG für dieses Wochenende zur Verfügung gestellt wurde.


Nach einer jeweils ausgiebigen Erkundung der einzelnen Übungsgelände standen auch rasch die geforderte Personen- bzw. Kulturgüterbergung im Fokus der Bergungshelfer. Desweiteren wurden von den Übungsleitern der Seilbahnbau zum Materialtransport über große Höhen, das Arbeiten unter Atemschutz, die Wasserentnahmen aus offenen Gewässern, der Einsatz von Betonkettensäge und Motortrennschleifer sowie die Arbeit mittels Aufbruchhammer und Kompressor gefordert.


Die ersten vier Stunden bis zur geplanten Mittagspause vergingen wie im Fluge und nach einer Stärkung hieß es für die Eschweiler Helferinnen und Helfer, Tausch der Fahrzeuge und Einsatzobjekte. Am Nachmittag hatten so die beiden Übungsleiter die Gelegenheit des direkten Vergleiches der beiden Bergungsgruppen und wie so oft führen mehrere Wege zum gleichen Ziel, denn durch unterschiedliche Herangehensweise an die Aufgaben zeigten die beiden Gruppenführer eindrucksvoll ihre hervorragende Improvisationskunst.

Nach Beendigung der jeweiligen Übungsaufgaben trafen sich die beiden Gruppen gegen 17:00 Uhr auf einem großen Parkplatz in Eschweiler-Dürwiß. Dort hatte man eine „Brückenüberquerung“ der besonderen Art vorgesehen. Es sollten die Fahrzeuge komplett entladen und das Material über eine fiktive Brücke getragen werden. Nachdem die LKW’s dann hinterher gefahren waren sollte beim Wiederbeladen direkt die Sauberkeit und Vollständigkeit hergestellt werden.

Wegen des mittlerweile aber eingesetzten Starkregens verzichte man jedoch auf diese Aktion im Freien und verlegte die Fahrzeugwiederherstellung in die Garage der THW-Unterkunft. Gegen 19:30 Uhr ließ man den ersten Tag der Wochenendübung beim zünftigen Grillen gemeinschaftlich ausklingen. Ein besonderer Dank geht auch an die Küchenmannschaft um Köchin Elke Fuhrig der es immer wieder gelingt auch bei kleinem Budget hervorragendes für die freiwilligen Helfer zu zaubern.

Für den zweiten Tag hatten die Übungsplaner nach dem Frühstück diesmal eine 3-stündige Stationsausbildung mit verschiedenen Ausbildungsschwerpunkten vorgesehen.

 

In der Abschlussbesprechung erhielten nicht nur die beiden Gruppenführer Rene Rüben und Markus Schmidt ein Lob der Übungsplaner sondern auch von ihrem Zugführer. THW Ortsbeauftragter Arnold Willecke konnte sich dem nur anschließen und beendete die diesjährige Wochenendübung nach einem gemeinsamen Mittagessen mit einem Dank an alle freiwilligen Helferinnen und Helfer des THW Eschweiler für ihren hohen Einsatzwillen und die gezeigten Leistungen.