Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Ortsverband Eschweiler

CMS Lehrgang in Hoya 26. - 28.07.2002


Internationale Einsatzübung des Technischen Hilfswerkes

Gemeinsam mit 22 Mitgliedern des französischen Corps Mondial De Secours (C.M.S.) nahmen rund 50 THW Helfer des Geschäftsführerbereiches Aachen, 6 davon aus dem Ortsverband Eschweiler, an einer 3-tägigen Einsatzübung im

Niedersächsischen Liebenau teil.

Das C.M.S. ist eine nicht staatliche, privat finanzierte, französische Hilfsorganisation bestehend aus rund 200 Mitgliedern verteilt über ganz Frankreich und ist spezialisiert auf die Hilfe nach Naturkatastrophen, wie z.B. Einsätze nach Erdbeben. Kontakte zum Technischen Hilfswerk, insbesondere zum GFB Aachen, bestehen seit 1983 und seit vielen Jahren führt man gemeinsame Lehrgänge im zweijährigen Turnus in Frankreich durch.

Erstmalig veranstaltete das C.M.S. nun einen einwöchigen Ausbildungslehrgang für Führungskräfte an der THW-Bundesschule in Hoya an der Weser. Zum Abschluss des Lehrganges plante das THW, unter der Leitung von Fritz Endres, Referent Ausbildung im Landesverband NRW, Wolfgang Friebe, Geschäftsführer GFB Aachen und Frank Lafarré, Ortsverband Aachen, eine weitestgehend realitätsnahe Einsatzübung.

So wurden die Einsatzgruppen, wie bei einem Auslandseinsatz durchaus üblich, hälftig aus französischen und deutschen Kräften gebildet und in besonderem Maße gefordert, denn wie ein realer Einsatz wurde die gesamte Übung ohne eine Unterbrechung der Arbeiten auch in der Nacht durchgeführt.

Mit dem Übungsgelände in Liebenau, einem ehemaligen Militärgelände aus dem 2. Weltkrieg mit sehr großem Ausmaß und besonderen Gefahrensituationen (mehrere hundert ungesicherte Ruinen und unterirdische Bauwerke mit ungesicherten Schachteinstiegen), wurde ein ideales Übungsgelände für den geplanten Übungsumfang gefunden.

Die vorgegebene Lage sah ein großflächiges Erdbeben im Raume Hannover vor und so sollten die „frisch“ eingetroffenen Helfer aus dem Raume Aachen bestehende Einheiten auslösen. Für jeden der beiden gemischten Einsatzzüge waren 4 großräumige Übungsobjekte (u.a. unterirdische Kraftwerke) mit unterschiedlichstem Schwierigkeitsgrad vorgesehen. Rund 20 Verletztendarsteller und pyrotechnische Effekte brachten insbesondere während den Nachtstunden eine gewisse Realitätsnähe ins Spiel.

Das Hauptaugenmerk lag auf der Geländeerkundung und der Verletztenbergung aus Höhen und Tiefen sowie aus beengten Lagen. Nicht nur von Seiten der Übungsleitung sondern auch vom anwesenden THW-Landesbeauftragten NRW Herrn Dr. Schliwienski wurde das korrekte und engagierte Verhalten der Einsatzkräfte sowie der gute Erfolg dieser internationalen Einsatzübung bestätigt.

In einer noch durchzuführenden Abschlussbesprechung sollen eventuell erkannte Probleme erarbeitet und für die Zukunft ausgeschlossen werden.