Bundesanstalt Technisches Hilfswerk

Ortsverband Eschweiler

THW Gemeinschaftübung mit dem OV Witten 16. - 18.07.2005


THW – Helfer aus Witten und Eschweiler übten gemeinsam

Am vergangenen Freitag reiste der Technische Zug des THW Ortsverbandes Witten zu einer Gemeinschaftsübung nach Eschweiler. Insgesamt 25 Helfer starteten gegen 20:00 Uhr unter der

Leitung ihres Ortsbeauftragten Holger Hohage und dessen Stellvertreters Michael Schneider die rund 150 km lange Anreise aus der 100.000 Einwohner zählenden Stadt im Städtedreieck Bochum, Hagen, Dortmund.

Nach der Begrüßung in der THW-Unterkunft in Eschweiler war zunächst der Bettenaufbau geplant und für den Samstag hatten sich die 23 Eschweiler Helfer um Zugführer Gordon Sander einige interessante Übungsszenarien für die beiden Einsatzzüge ausgedacht. Jedoch steckte wie so oft die Tücke im Detail und bereits kurz nach der Ankunft lag ein realer Übungsfall vor. Bei Rangierfahrten auf dem engen THW-Areal am Florianweg rutschte ein rund 11 t schwerer Gerätekraftwagen in die Fahrzeuguntersuchungsgrube. Mittels Hebekissen, Hydropressen, Zahnstangenwinde und viel Bauholz wurde das Fahrzeug dann gemeinsam rasch und unbeschädigt geborgen.

Am Samstagmorgen wurden aus den 48 Helfern beider Ortsverbände 3 gemischte Einsatzgruppen gebildet und auf den Rundlauf über drei Übungs- sowie zwei Ausbildungsobjekte gebracht. Da die beiden THW-Einheiten zwar in ihrer Grundkomponente gleich ausgerüstet sind jedoch über unterschiedliche Fachgruppen und Zusatzgerät verfügen sollten beiden Mannschaften dieses kennen lernen. Der THW Ortsverband Witten stellt neben der Fachgruppe Beleuchtung auch die in NRW einmalige Komponente "Schwimmelemente" mit der unter anderem Arbeitsplattformen auf Gewässern erstellt werden können. Ersten Kontakt damit hatten die Eschweiler Helfer, die eine Fachgruppe Räumen mit einem Zettelmeyer Radlader stellen, bereits im letzten Herbst, als mittels dieser Schwimmelemente das Naturschutzgebiet am Blausteinsee abgetrennt wurde.

Als Übungsaufgaben waren von den drei Einsatzgruppen der Bau eines Behelfsstegs mittels Leiterteilen über die Inde, das Heben und Bewegen von schweren Lasten auf dem Hohen Stein, sowie der Bau einer Seilbahn und das Bergen von Verletzten aus Höhen am Übungsturm in Stolberg-Münsterbusch zu meistern. In einer anschließenden Ausbildungsrunde wurde das Räumgerät mit seinen Arbeitsmöglichkeiten vorgestellt. Den Abschluss dieses Übungstages bildete dann der Bau einer 72 m² großen Arbeitsplattform auf dem Blausteinsee. Nach Fertigstellung fuhren alle 48 Helfer auf den See hinaus und übten das Rangieren und Arbeiten mit dieser Plattform. Bei einsetzender Dämmerung wurde diese wieder demontiert und man nächtigte ein zweites Mal in der THW-Unterkunft Eschweiler bevor die Helfer aus Witten am Sonntagmittag die Rückreise antraten. Mit dem Gefühl einer gelungenen Zusammenarbeit und guten Kameradschaft beendeten die beiden Übungsleiter diese erste Gemeinschaftsübung und planen bereits einen Gegenbesuch in Witten.